Archive for März, 2011

30 MrzEcho-Online 30.03.2011: Löb: Wir werden nicht gleich arrogant

Stimmen aus Michelstadt: Wahlsieger ÜWG will Bürgernähe demonstrieren – Grüne sehen sich motiviert
MICHELSTADT

 Strahlender Sieger: Die ÜWG in Michelstadt, die mit Kurt Löb an der Spitze in den Wahlkampf gezogen ist, hat einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung hinzugewonnen und ist jetzt hinter der SPD zweitstärkste Fraktion. Foto: Guido Schiek

Strahlender Sieger: Die ÜWG in Michelstadt, die mit Kurt Löb an der Spitze in den Wahlkampf gezogen ist, hat einen Sitz in der Stadtverordnetenversammlung hinzugewonnen und ist jetzt hinter der SPD zweitstärkste Fraktion. Foto: Guido Schiek

„Wir hatten ein prima Wahlprogramm, aber alles im Leben ist ein Mosaik“, urteilt Kurt Löb über das gute Abschneiden seiner Überparteilichen Wählergemeinschaft in Michelstadt, die einen Sitz im Stadtparlament hinzugewonnen hat. Klar ist für den ÜWG-Spitzenkandidaten, dass da auch äußere Umstände mitgespielt haben, und so mancher von der Bundespolitik enttäuschte bisherige CDU-Wähler eine bürgerliche Alternative für sein Kreuzchen gesucht hat. „Die CDU wurde abgestraft, und wir werden jetzt nicht gleich arrogant.“
Bürgernähe zu demonstrieren und das Miteinander zu fördern ist auch weiterhin das erklärte Ziel der ÜWG. „Michelstadt ist eine wundervolle Stadt mit Potenzial für die Zukunft. Wenn wir sie lebenswert gestalten ist das gut für uns wie auch für den Tourismus, dann stimmt die Welt“, so Löb. Optimistisch mache ihn auch, dass seine Heimatkommune „einen Bürgermeister mit Ideen“ hat.
„Trotzdem bin ich zufrieden, sehr zufrieden sogar“, sagt Dieter Müller zum Abschneiden der SPD, die mit 13 statt bisher 14 Stadtverordneten im Parlament vertreten sein wird. Der erfahrene Kommunalpolitiker erhielt übrigens quer durch die Bank beim Kumulieren und Panaschieren die meisten Einzelstimmen von allen Kandidaten. „Wenn ich gefragt werde, kandidiere ich ein weiteres Mal für das Amt des Stadtverordnetenvorstehers, das erfordert auch ein gewisses Maß an Neutralität“, kündigte Müller an. Vor fünf Jahren wählten ihn die Vertreter der damals fünf Fraktionen schließlich einstimmig zu ihrem Vorsitzenden. Und dass die bisherige gute Zusammenarbeit zwischen SPD und ÜWG weitergehen kann, scheint ausgemachte Sache, auch wenn die künftige SPD-Fraktion in den nächsten Tagen das Wahlergebnis erst einmal analysieren will.
Beinahe hätten sich Jürgen Zinn und seine Grünen zum absoluten Sieger in Michelstadt erklären können. Aber dann hat es doch nur zum Zugewinn eines Sitzes gereicht. „Am Morgen sah es noch so aus, als wenn es sechs statt fünf werden könnten“, hat der Spitzenkandidat von Bündnis 90/Die Grünen die Auszählung beobachtet. Aber auch „mit fünf hochmotivierten Kandidaten“ will Jürgen Zinn nun das grüne Wahlprogramm abarbeiten: „Bei vielen Punkten können auch andere Fraktionen durchaus zustimmen, da gibt es viele Überschneidungen. Schließlich sind wir eine Konzeptpartei.“
Und auch wenn seine politischen Freunde in anderen Odenwaldkommunen bei dieser Kommunalwahl deutlich stärker zugelegt haben, blickt Jürgen Zinn in die Zukunft: „Wenn wir in fünf Jahren in Michelstadt das aktuelle Wahlergebnis wieder erreichen, dann können wir richtig zufrieden sein“, weiß der Grüne von besonderen Einflüssen, die nicht bei jeder Wahl in diesem Umfang Stimmen bringen werden.
„Kommunale Themen sind zuletzt im Wahlkampf total untergegangen. Und die Sache in Japan kam uns nicht zugute“, zeigt sich Bernd Pfeifer enttäuscht vom Abschneiden der CDU, die nur noch acht statt zehn Stadtverordnete stellt. Der Wahlkampf seiner Partei sei eigentlich gut gelaufen, urteilt der Spitzenkandidat.

Quelle: http://www.echo-online.de/region/odenwaldkreis/michelstadt/Loeb-Wir-werden-nicht-gleich-arrogant;art1274,1727820

21 MrzErfolgreiche Ehrung der Nachbarschaftspreis-Projekte

ÜWG Michelstadt prämiert Projektideen der Bürger

Steinbach – Die ÜWG Michelstadt hat mit dem 1. Nachbarschaftspreis auch die Ziele für die kommenden Jahre umgesetzt, gemeinsam Michelstadt stärken“! Das Bewusstsein nur „gemeinsam“ etwas erreichen zu können, spiegelte sich in den gemeinnützigen Zielen der Projekte. Elke Heusel dankte deshalb auch den engagierten Gruppen und Personen für Ihren Einsatz.

Fünf Projektideen wurden von Alexander Hahn vorgestellt, die es allesamt verdient hatten gefördert zu werden. Alle eingereichten Ideen folgen dem Grundsatz des ehrenamtlichen Engagements.
Adam Sulzbach und Heinz Dingeldein erhielten für die geplante Herstellung historischer Wege ,und deren Zusammenschluss zu einem Wegenetz rund um Steinbach, eine Unterstützung von 350 Euro. Die Geldspende wird für Baumaterialien, Gerätschaften und Schilder benötigt.

Die katholische Bücherei Lesespass erhält 200 Euro für Leseförderungsaktionen. Petra Bethke, Leiterin der Bücherei, arbeitet sehr eng mit den städtischen Kindergärten zusammen und nutzt die Unterstützung z.B. für Kindergartengruppen. Mit ebenfalls 200 Euro wird das Straßenfest „beim Schiller“ in Steinbach gefördert. Jürgen Freudenberger und seine engagierten Mitstreiter werden den Zuschuss für die Ausgestaltung des Kinderfestes einsetzen. Die gesamten Überschüsse des Straßen-Events wurden in den vergangen Jahren stets für die Steinbacher Kindergärten und die Einhard Schule gespendet. Daran wird sich nichts ändern, so Freudenberger.

Darüber hinaus wird die ÜWG ein Projekt des „sicheren Schulwegs“, eingereicht von Daniel Keil, Fabian Keil, Marcel Keil, Aaron Risch und Simon Schäfer, unterstützen und fördern. Den Kindern und Jugendlichen wurde Mithilfe bei der Herstellung und Aufstellung ihrer Schilder zugesagt. Hier sind auch die Mitglieder der ÜWG-Fraktion gefordert! Wolgang Ebner hat abschließend sehr feinfühlig von „seinem“ funktionierenden Nachbarschaftsprojekt in der Georg-Glenz-Straße berichtet. Hier helfen sich Menschen unterschiedlicher Herkunft und vielfältigen Glaubens bei alltäglichen Problemen und der gemeinsamen Bewirtschaftung eines Gartens. Ebner freute sich über die spontane Zusage von Setzlingen und Saatgut zum Frühjahr.

Die ÜWG fordert alle Bürger auf Michelstadt und die Stadtteile gemeinsam zu stärken und kleine Projekte anzugehen, die Michelstadt noch lebenswerter machen, letztendlich profitieren alle Einwohner davon. Unter nachbarschaftspreis@uewgmichelstadt.de kann jeder Bürger von seinem Engagement berichten.

Nachbarschaftspreis

v.l.n.r. Alexander Hahn, Elke Heusel (beide ÜWG), Heinz Dingeldein und Adam Sulzbach, Jürgen Freudenberger und Mitstreiter, Daniel Keil, Wolfgang Ebner und Frau Bethke

01 MrzNachbarschaftspreis der ÜWG Michelstadt

Große Lebensqualität mit kleinen Projekten

Mit einem „Michelstädter Nachbarschaftspreis“ will die ÜWG Michelstadt das Miteinander der Bürger und die Lebensqualität in den Nachbarschaften fördern. Es stehen 1.000 Euro bereit, die an kleine Nachbarschaftsprojekte ausgeschüttet werden sollen. Welche Projekte am Ende Geld bekommen, wird eine Jury entscheiden – in öffentlicher Sitzung und mit Publikumsbeteiligung. Bewerben kann sich jeder, der in Michelstadt wohnt – Gruppen von Nachbarn, Kinder und Jugendliche, Freunde, Familien und Vereine.

„Die Lebensqualität hier in Michelstadt ist unsere zentrale Ressource – und dazu gehört nicht nur gute Infrastruktur, sondern vor allem auch ein gutes Miteinander der Menschen. Das ist uns wichtig, und das wollen wir mit diesem Preis fördern.“ erklärt Kurt Löb, Vorsitzender der Michelstädter ÜWG.

Statt in teure Wahlwerbemittel investieren wir lieber direkt für die Lebens-qualität in Michelstadt. Wir unterstützen Bürgerinnen und Bürger, die etwas für ihre Nachbarschaft, ihre Stadt tun wollen. Schon mit kleinen Dingen kann viel bewegt werden. Wir trauen den Bürgerinnen und Bürgern etwas zu, deswegen machen wir auch keine engen Vorgaben für den Preis, jede Idee ist willkommen. Welche Projekte Geld bekommen, wird am Ende öffentlich und transparent entschieden.

Um mitzumachen, genügt es, das eigene Vorhaben kurz zu beschreiben und dabei anzugeben, wo und wann es stattfinden soll, wer es machen will und was das Ganze kosten wird. Die Preisentscheidung wird Anfang März in einer öffentlichen Veranstaltung fallen.

Projektbeschreibungen sind zu senden an:
ÜWG Michelstadt, Alexander Hahn, Im Fürstenauer Forst 7, 64720 Michelstadt
Mail: nachbarschaftspreis@uewgmichelstadt.de

Flyer: Nachbarschaftspreis